10 Dinge die Du öfter tun solltest

Bordüre-5Na klar, mehr Schlaf, spazieren gehen, Veggies essen, Sport machen und so was…das weiß ja wohl jeder. Man lebt ja nicht hinter dem Mond und gerade Du liest diese Zeilen hier gerade bestimmt nicht, weil Du ein Mensch bist, der eine gesunde Lebensweise total überbewertet findet. Aber dennoch ist es so, dass die meisten von uns sich eine noch gesündere Lebensweise wünschen. Man achtet schon auf viele Dinge, fühlt sich aber trotzdem noch gestresst und kommt nicht so richtig runter.

 
Dabei muss man überhaupt nicht zwingend weltbewegende Veränderungen herbeiführen, damit man entspannter, ruhiger und eben mehr „down-to-earth“ lebt. Es kommt eigentlich eher darauf an, mit welcher Konsequenz wir uns den kleinen, feinen Dingen des Lebens widmen. Diese Dinge sollten vor allem Spaß machen, denn sonst macht es Dir wieder Stress und das ist in etwa das Gegenteil von dem, was Du erreichen willst.

 
Ich habe eine kleine Auflistung gemacht, von der ich zumindest aus eigener Erfahrung sagen kann, dass sie, wenn man sie erfolgreich in sein Leben integriert, einen großen Unterschied machen können. Das beste ist, dass es keine weltbewegenden, exotischen Dinge, wie deinen Namen tanzen (ich hab nix gegen Namen tanzen!), beinhaltet sondern doch ziemlich praktikabel und alltagstauglich ist.

Also los geht’s:

 

1. Wie geht’s dir? – An erster Stelle: Dein Wohlbefinden!

Eine Frage, die man oft so beiläufig des Small Talks wegen hört. Aber Du sollst Dir diese Frage nicht von anderen reinziehen, sondern Dich selbst ganz ehrlich fragen: „Wie geht’s mir eigentlich?“. Egal ob es Dir im jeweiligen Moment schlecht, gut, mittel oder wie auch immer geht – diese Frage allein verändert eine ganze Menge. Denn was passiert, sobald Du Dich selbst fragst, wie Du Dich fühlst, geht Deine Aufmerksamkeit nach Innen. Du fühlst Dich. Und das in deinem ganz normalen Alltag. Ich habe mir übrigens auf meiner Arbeit einen kleinen Zettel am Monitor angebracht, auf dem „Wie geht’s?“ steht. So erinnere ich mich daran und mittlerweile frage ich mich zu allen möglichen Tageszeiten schon ganz automatisch.

 

2. Geräte aus! – Einfach mal nicht erreichbar sein.

Meine Freunde halten es mir immer vor und ja, ich stehe trotzdem dahinter und gebe es zu. Mein Handy ist oft, besonders Nachts aus und ich verlege es auch einfach mal…manchmal extra, manchmal nicht. Ich habe auch kein Smartphone, mit dem ich alle 2 Minuten Whatsapp checken muss, weil mich diese ganze Erreichbarkeit so neurotisch gemacht hat, dass ich in Angst leben muss, etwas zu verpassen. Das die Leute vor 30 Jahren nicht alle vor Angst umgekommen sind, ist kaum vorstellbar. Okay, ich höre jetzt auf mit dem Sarkasmus, Du verstehst was ich im Grunde meine. Besonders, wenn man dazu neigt, im Netz zu versinken während die Stunden davonfliegen, tut man gut daran, sich vielleicht einfach einen Wecker zu stellen, bevor man surft. Technik stresst, deswegen: einfach mal Geräte aus und ab aufs Sofa mit schöner Musik. Dein Stresspegel wird’s Dir danken, ich schwöre es!

 

3. Gönn Dir was. – Hol Dir Deinen Lieblingskaffee!

Es ist natürlich je nach Wohnort nicht immer gut durchführbar, aber auf verschiedene Weisen dennoch anwendbar. Wenn Du Dich irgendwie trostlos, gestresst oder unausgeglichen fühlst, ist es eine super Idee, die Stiefelchen anzuziehen und ein paar Minuten zur Deiner Lieblingsbäckerei oder Ähnlichem in der Nachbarschaft zu laufen und Dir dort für ein paar Euro etwas richtig Leckeres zu holen. Bei mir ist es z.B. das Sonntagsbrötchen, bei vielen meiner Freunde der leckere Latte Macchiato. In jedem Fall empfehle ich, ein paar Minuten draußen zu sein, Gesichter zu sehen, etwas zu bestellen (oder auch nicht) und nach Hause zu gehen. Vielleicht begegnet Dir ja auf dem Weg auch eine nette Parkbank oder ein öffentlicher Bücherschrank? Nur so eine Idee…

 

4. Ruf jemanden an. – Einfach mal „Hi“ sagen.

Und ich finde, es sollte viel mehr unproblematische Telefonate geben. Ich fahre recht viel mit der Bahn und höre, ohne jetzt genau darüber Buch zu führen, leider sehr oft negative Gespräche, wo sich nur beklagt wird. Ich habe es mir vor einiger Zeit mal zur Angewohnheit gemacht, dem ein oder anderen meiner Familie oder meinen Freunden mitzuteilen, was in meinem Leben so passiert und mich besonders darüber zu freuen, wenn etwas gutes passiert ist oder ich etwas gemacht, bzw. geschafft habe, worauf ich stolz bin (und sei es noch so klein). Natürlich beklage ich mich auch, aber mir ist es wichtig, von Schönem zu sprechen und es zu teilen. Also, ruf Deine Oma an und erzähle ihr mal, was Dich so freut. Vielleicht macht sie ja mit beim Freuen?

 

5. Stifte raus! – Schreibe, male oder kritzle etwas.

Es mag nicht jedem so gehen, aber meinen Alltag zu unterbrechen, um einfach ein paar Zeilen zu schreiben, z.B. in mein Tagebuch, kleine, versteckte Notizen für Freunde oder Familie, eine Postkarte für entfernte Freunde, eine To-Do-Liste oder eine kleine Skizze von etwas, was mir gerade durch den Kopf schoss, ist für mich ein Mittel zum runterkommen mit Sofortwirkung. Ich denke hier ist es ähnlich mit der „Wie geht’s Dir?“ – Frage. Du zentrierst dich für ein paar Minuten auf Dich. Und ich finde es wichtig, das nicht im Computer oder Handy zu machen. Einen Stift zu nehmen und ein leeres Blatt Papier ist eine wunderbare Möglichkeit zu reflektieren, was einen bewegt und sich am Ende selbst wahrzunehmen.

 

6. Lach mal. – Auch wenn es nichts zu Lachen gibt.

Es muss einen Grund geben, warum es im Netz so viele Katzenvideos gibt! Selbst wenn Dir der Tag eher Kopfschmerzen als alles andere bereitet hat, versuche zumindest am Ende des Tages darüber zu lachen. Und wenn es Dir schwer fällt und Dir nicht danach zumute ist, gib Dir trotzdem den Ruck und lies einen Comic oder schau dir bescheuerte Katzen- oder Hundevideos im Netz an. Irgendwo gibt es immer etwas zu lachen, davon bin ich überzeugt. Ich muss Dir bestimmt nicht erzählen, dass beim Lachen Endorphine ausgeschüttet werden, der Körper sich entspannt und so weiter und so fort. Lachen ist gesund, das wissen wir alle. Lachen und Lächeln in den Alltag zu integrieren ist meines Erachtens enorm wichtig, nicht nur für die Gesundheit, auch Du selbst und andere sind so viel lieber in Deiner Gegenwart, denn Lachen zieht an.

 

7. Grüße jemanden. – Ein freundliches Hallo macht den Unterschied.

Ich habe es als Selbstversuch probiert. Eine Woche lang habe ich auf meinem Arbeitsweg und auch wenn ich Besorgungen machte, Menschen freundlich gegrüßt. Besonders an hektischen Orten herrscht viel Anonymität und dort ist die Wirkung am verblüffendsten. Auf die Idee kam ich tatsächlich, weil mich mitten im Hauptbahnhof eine Frau, die mir entgegenkam, einfach so angelächelt hat und ich mich daraufhin unglaublich viel besser fühlte, nachdem ich aus einem überfüllten Zug kam. Glaubst Du mir nicht? Probiere es aus. Je mehr Menschen einander freundlich Grüßen, anlächeln und einander ansehen, umso besser. Das Ergebnis meines Experiments war übrigens, dass besonders in Städten die Menschen teilweise schockiert (!) stehenblieben und sich freuten. Die Gesichter hellten mit einem mal um mindestens 850% auf. Das ist kein Witz, probiere es selbst aus, Du versüßt damit garantiert vielen Menschen ihren Tag.

 

8. Mach nichts besonderes. – Einfach mal die Seele baumeln lassen.

Ist im Alltag oft nicht einfach, das weiß ich auch. Aber wenn Du es nicht machst und Dir jeden Tag ein bisschen Zeit einräumst, wirst Du dieses nervige Gedankenkarussell beim Einschlafen auch nicht los. Mit nichts machen meine ich z.B. Dein Haustier, Deinen Partner oder auch Dein Stofftier (das mein ich total ernst!) kuscheln, Dir einen leckeren Tee machen, vielleicht etwas kleines dazu zu kochen und ein Buch zu lesen, aus dem Fenster schauen und träumen, Musik hören oder baden…oder tatsächlich rein gar nichts zu machen. Zum nichts machen sind technische Geräte übrigens das Letzte, was du gebrauchen kannst. Also Computer aus! Tabu! Ich mache z.B. jeden Tag mindestens eine Stunde nichts, meistens aber mehr. Und das ist super so; ignoriere Leute, die das unter dem Motto „Tja wenn er / sie es sich leisten kann und sonst nichts zu tun hat…“ abstempeln einfach. Wer nicht genießen kann, dem gefällt es vielleicht, sich vor dem Einschlafen mit lästigem Kopfzerbrechen herumzuschlagen…wer weiß das schon.

 

9. „Nein“ sagen. – Der Klassiker.

Etwas abzulehnen ist Dein Recht. Immer und jederzeit. Gefühlte 5000 Bücher, 130.000 Artikel und 7000 Vorträge und Seminare und bestimmt auch 1 Mio. Therapiesitzungen drehen sich genau um dieses Thema. Warum ist es nur so schwer, „nein“ zu sagen? Bist Du nicht schon etwas zu alt, um irgendwie in psychologische Muster zu fallen, in denen das innere Kind immer noch Allem und Jedem gefallen will und muss? Ja, ja ich bin gemein, die Wahrheit ist, ich möchte Menschen, die nicht „nein“ sagen, nicht verurteilen. Im Gegenteil, ich kann es sehr gut verstehen. Aber frage Dich diese (zugegeben) etwas flapsige Frage von mir doch einfach mal. „Nein, danke“ bedeutet nicht und niemals „Du bist scheiße“, wenn Du Deinem Gegenüber diese Antwort gibst. Es bedeutet nur, dass Du Deine Grenzen kennst und schätzt und mit Dir selbst okay bist. Ein einfaches „nein“ erspart jedem von uns eine große Welt an unangenehmen Situationen und Stress.

 

10. Erst mal Klappe halten. – Aufnehmen, reflektieren, nachspüren, antworten.

Ein Grund, warum unser Leben so unfassbar schnell an uns vorbei rast ist unsere Kommunikation. Ich habe es jetzt schon mehrfach erwähnt: ständige Erreichbarkeit, Echtzeitchats, SMS und Facebook, ständig bist Du überall abrufbar. Das ist auch okay, solange Du Damit umgehen kannst. Wenn Du eine Nachricht, egal auf welchem Wege erhältst, gib Dir Zeit, darauf zu antworten. Menschen sind heute gewohnt, sich permanent auf kommunikativem Weg in Aktion und Reaktion zu befinden. Meine Lebensgeister-Beiträge werden z.B. oft „geliked“, ohne, dass jemand in 3 Sekunden die reelle Chance hatte, sich den Beitrag erst einmal durchzulesen. Nimm bewusst wahr, dann brauchst du auch weniger davon. Und je weniger du brauchst, umso offener wirst du auch wieder. Werde nicht eine von den Personen, die im Chat „haha“ schreiben, ohne, dass sie Reaktionszeit hatten, vorher wirklich etwas als lustig zu empfinden. Langsamere, bewusstere Kommunikation wird außerdem als wertvoller empfunden und schafft bessere Laune auf beiden Seiten.

 

Ich hoffe, Du konntest etwas mit meiner kleinen Liste anfangen.
Ich mache jetzt erstmal nichts. Und Du?

 
Alles Liebe Dir,

 
Deine Sophia

 

 

 
😀