Dein Raum zu Hause

Bordüre4Kennst Du das Gefühl, nachdem du alles zu Deiner Zufriedenheit in Deiner Wohnung, bzw. Deinem Zimmer oder Deinem Haus aufgeräumt hast? Wäre es nicht wundervoll, wenn dieses Gefühl, diese positive Atmosphäre, die durch einen Raum, der nicht vollgepflastert mit Störfaktoren ist, immer herrschen würde? Ich gebe Dir heute den einen oder anderen Tipp, wie Du Deinen Raum zu Hause angenehmer gestalten kannst. Und dabei geht es nicht nur um Aufräumen und Deko!

 

„Euer Haus ist Euer größerer Körper.“

-Khalil Gibran
 

Wie wichtig es ist, Dein Haus sauber und in angenehmer Atmosphäre zu halten, zeigt allein die Tatsache, dass unzählige „Feng-Shui“ oder auch „Schöner Wohnen“ Bücher, Magazine, u.s.w. die Regale unserer Buchhandlungen, Büchereien und eigenen Büchersammlungen zieren.
Chaotisch sein ist nicht schwer, es sei denn Du hast bereits diese bewundernswerte Gabe, alles ganz natürlich gut und gerne aufräumen zu wollen, sowie sauber zu halten. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich für einen richtigen Reinlichkeitstick nicht sonderlich dankbar wäre: zu sauber gibts nämlich auch oft. Und steril mag ich es eigentlich überhaupt nicht, das wirkt so unlebendig. Besonders diese sehr modernen, quadratischen und rechteckigen Möbel mit spiegelglatten Oberflächen, Metall und Lack sagen mir nicht sonderlich zu. Als ich letztens in einem Feng-Shui-Ratgeber blätterte, fiel mir ein Satz auf: „Meiden Sie Kanten. Spitz zulaufende Möbelstücke, sehr eckige Tische, sowie Stühle stören den Fluss des Chi. Setzen Sie auf runde Formen.“. Gut, ich bin also nicht seltsam und unmodern. Zugegebenermaßen kenne ich mich mit Feng-Shui wirklich nicht gut aus, auch wenn es mich sehr interessiert. Aber dieser Satz hat mir dann doch die Erklärung geliefert, wieso ich mich in hochmodernen Räumen mit eckigen Möbeln nie sonderlich wohl fühlte.

 

„Wer zum Glück der Welt beitragen möchte, der sorge zunächst einmal für eine glückliche Atmosphäre in seinem eigenen Haus.“

-Albert Schweitzer
 

Also wie kreierst Du eine angenehme Atmosphäre bei Dir?
Zunächst ist es natürlich wichtig, dass es so aufgeräumt ist, dass es Dich nicht stört. „Aufgeräumt“ bedeutet für jeden Menschen etwas unterschiedliches, es liegt im eigenen Ermessen, wann etwas für Dich ordentlich ist. Das merkst Du natürlich einfach daran, dass Du Dir denkst „Wow, so luftig habe ich diese Ecke des Arbeitszimmers lange nicht gesehen“ oder „Von dieser Küchenplatte würde ich auch ohne Teller essen.“. Wichtig ist immer, Deine Räume frei von Staub zu halten. Regelmäßiges Staubwischen und Absaugen der Flächen (besonders auch das Bett!!!) sind wichtig, sowie Ausschütteln von Heimtextilien. Du solltest in Deinem zu Hause keine toten Dinge aufbewahren, wie etwa Tierfelle, oder sogar ausgestopfte Tiere, tote Fliegen auf der Fensterbank, eingetrocknete Pflanzen oder Flechtkränze aus Trockenblumen. Frische Blumen in die Vase zu stellen, oder sich Zimmerpflanzen zuzulegen hingegen ist eine sehr gute Idee, denn Lebendigkeit schafft Atmosphäre! Das gilt natürlich auch für Farben: helle, warme Farben schaffen ebenso Lebendigkeit. Dunkle Wände hingegen erdrücken die Atmosphäre.
Neben dem Aufräumen ist auch das Ausmisten sehr wichtig. Vor allem hat gerade das Ausmisten auch eine stark reinigende, psychische Wirkung, insbesondere wenn Du es endlich über Dich bringst, Dich von Dingen zu trennen, mit denen Du etwas verbindest. Erinnerungsstücke zu haben ist nicht verkehrt. Allerdings solltest Du Dich fragen, welche dieser Erinnerungen Du immer noch wirklich jeden Tag um Dich haben möchtest. Ein Hochzeitsfoto ist etwas anderes, als die Vase, die der Ex Dir geschenkt hat. So wie eine Eintrittskarte des besten Konzerts Deines Lebens etwas anderes ist, als ein Bild an der Wand, welches Du zwar nie sonderlich mochtest, aber nicht abhängen möchtest, weil es ja von Deiner toten Oma stammt. Du siehst wieder den Kontrast von lebendig und tot: Umgib Dich ruhig mit ein paar Erinnerungsstücken, jedoch frage Dich bei j e d e m Gegenstand, der bei Dir steht „Brauche ich das w i r k l i c h? Und wenn ja, warum?“. Ich käme beispielsweise nie auf die Idee das erste Bild wegzuwerfen, welches mir meine kleine Schwester schenkte, jedoch habe ich mich doch von dem Armband einer Freundin, die Jahre nicht mehr mit mir gesprochen hat, getrennt, weil es schlichtweg materieller, sowie seelischer Ballast ist. Auch wenn es manchmal schwer fällt: Wegwerfen und Verschenken kann unglaublich befreien!

 

„Ein Haus ist genauso groß wie die Seelen, die darin wohnen.“


-Andreas Tenzer
 

Dein Raum ist nun aufgeräumt und ausgemistet. Aber eine geborgene, positive Atmosphäre bildet das allein noch nicht. In Deiner Wohnung solltest Du Deine Räume auch thematisch voneinander trennen. Es ist zum Beispiel eine recht blöde Idee, den Computer ins Schlafzimmer zu stellen, oder eine Werkzeugecke im Wohnzimmer einzurichten. Insbesondere das Schlafzimmer, Dein Ruheort, sollte wirklich nur zum Schlafen und intimer Zeit genutzt werden. Ein Arbeitsplatz sollte dieser Raum nicht sein, denn wenn Arbeitsatmosphäre in diesem Raum herrscht, wirst Du wahrscheinlich nicht sonderlich gut darin zur Ruhe kommen können. Trenne Deine Lebensbereiche so gut es geht voneinander. Mich hat irgendwann selbst mein Keyboard im Schlafzimmer gestört. Nun ist mein Wohnzimmer zwar sehr voll, aber ich habe nun die Objekte thematisch auf die Räume verteilt. Seitdem ist in meinem Schlafzimmer Ruhe und in meinem Wohnzimmer geht es ziemlich lebhaft zu. So entspricht es den dafür vorgesehenen Räumen. Wenn Du nicht die Möglichkeit einer solchen Unterteilung (z.b. in einer Einzimmerwohnung) haben solltest, gibt es dennoch die Möglichkeit visueller Trennungen durch Regale, Paravents oder Vorhänge. Das wirkt Wunder. Es ist außerdem besonders wichtig, in Deiner Wohnung einen Lieblingsort einzurichten. Das kann eine wunderschöne Sitzecke sein mit Bücherregalen und Ohrensesseln, eine Entspannungsecke oder Altar mit Kerzen sein. Was auch immer Du unter Lieblingsecke verstehst: richte Dir eine ein! Das ist eine wunderbare Methode, wieder in sich einzukehren, zur Ruhe zu kommen und Positivität und Energie zu spüren, indem Du Dich an Deinem Lieblingsort aufhältst. Wie groß oder klein Du Dir diesen gestaltest, liegt ganz in Deiner Fantasie.
Übrigens solltest Du darauf achten, viel Licht in Deine Räume zu lassen. Licht ist unglaublich wichtig für das Wohlbefinden. Zugezogene Vorhänge und dunkle Wände sind daher nicht sonderlich zu empfehlen. Und wenn Du dunkle Wände schön findest, dann wäre es ratsam, sich auf eine der vier Wände zu beschränken. Licht ist essentiell, wobei wir wieder bei dem Lebendigkeitsaspekt wären.

 

„Je kaputter die Welt draußen, desto heiler muss sie zu Hause sein.“

-Reinhard Mey
 

Ist Dir aufgefallen, wie angenehm wohlig und warm die Atmosphäre in Holzhäusern ist? Holz ist eine organische Substanz, so wie wir Menschen auch organisch sind. Deshalb ist es ratsam, Möbelstücke und Stoffe zu wählen, die aus natürlichem Material gemacht sind. Ein Schrank mit Glastüren und lackiertem Furnier mag schick wirken, aber atmosphärisch sind Massivholzmöbel, sowie Sofas aus Leinen die bessere Variante, da es keine „toten“ Materialien sind. Wir Menschen kommen aus der Natur und je mehr wir uns auch in unserem Haus mit Natürlichem umgeben, desto besser tut uns das letzten Endes.

Aber wie schützt Du nun diesen Raum vor der Außenwelt? Wie verhinderst Du, dass negative Atmosphäre von Außen nach Innen in Dein zu Hause sickert?
Ich weiß sehr gut, wie es ist umgeben von unangenehmer Atmosphäre und negativ eingestellten Menschen zu wohnen. Umso wichtiger ist es, dass Du Dir einen Ort schaffst, zu dem diese negativen Energien unter keinen Umständen vordringen können. Sobald Deine Wohnung aufgeräumt ist, ausgemistet und auch zum Wohlfühlen eingerichtet ist, geht es darum, negative Energien zu eliminieren. Das hört sich für Dich vielleicht ein bisschen komisch an, da „negative Energie“ schwer so greifbar ist. Manchmal hilft es eben nicht, einfach nur aufzuräumen, gut durchzulüften und nicht jedem Zutritt zur Wohnung zu gewähren. Ich denke, dass auch Dir das bekannt vorkommen könnte. In diesem Fall empfehle ich Dir das Räuchern. Damit meine ich nicht das Benutzen von Räucherstäbchen. Räucherstäbchen sind in Deutschland überwiegend billig produziert, künstlich parfümiert und dazu auch noch gesundheitsschädlich. Räuchern kann man sehr effektiv mit Naturmaterialien, wie Pflanzen und Harzen. Dazu brauchst du ein Gefäß und Räucherkohle. Sobald diese Kohle glüht, kannst Du Räuchern. Sehr empfehlenswert zur Beseitigung von Fremdenergien und negativ Schwingungen im Raum sind da z.B. Salbei, Kampfer, Weihrauch und Drachenblut. Hört sich ziemlich hexenmäßig an oder? Ich gebs zu, ein bisschen Kräuterhexe bin ich schon, aber tatsächlich erst, seit ich die Wirkung selbst erfahren habe. Seitdem räuchere ich meine Räume aus, sobald sich Unwohlsein in mir breit macht, das ich auf meine Wohnung zurückführen kann. Der Rauch sollte etwa zwei Stunden im Raum bleiben, bevor Du gründlich durchlüftest.
Zu diesem Thema werde ich aber einen extra Beitrag beim nächsten Mal schreiben und Dir die besten und wirkungsvollsten Räucherstoffe vorstellen.
Es mag vielleicht exotisch klingen, aber die Räume auszuräuchern ist tatsächlich die mit Abstand wirkungsvollste Methode, die ich kenne, um eine richtig tolle Wohlfühlatmosphäre zu kreieren.
Die Hauptsache ist jedoch, dass Du durch die äußeren Faktoren, die Du nun in Deinem zu Hause geschaffen hast, Sicherheit, Geborgenheit und Frieden in Deinem ganz persönlichen Raum findest. Du kannst von Natur aus friedvoll und entspannt sein – jedoch beeinflusst die Atmosphäre zu Hause die Laune und die Motivation, mit der Du Dingen begegnest ganz wesentlich. In einer negativen Atmosphäre hast Du gerade keine sonderliche Lust zu kochen und entscheidest Dich eventuell für eine schnelle Mahlzeit aus der Gefriertruhe. Wenn Du allerdings voll und ganz in Deinem zu Hause ankommen kannst und Dich dort wohl fühlst, entwickelst Du auch plötzlich Motivation mal wieder so richtig gesund zu kochen, ein Bild zu malen, vielleicht ein paar Topfpflanzen zu kaufen u.s.w. Lebendigkeit schafft Lebendigkeit. Negatives, Altes und Unlebendiges schafft Stillstand.
Und wo wir gerade beim Thema „lebendig“ sind: Ein Haustier kann die Atmosphäre in Deinem zu Hause von eben auf jetzt um ein vielfaches bessern. Denn: wie Dein Außen, so Dein innen und andersherum.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich in Deinem zu Hause wohlfühlst.
Und wenn nicht, weißt Du ja nun, wie Du es ändern kannst.

 
Alles Gute,

Deine Sophia