Was dich wirklich heilt

Bordüre IndienHeute war ich im Internet unterwegs und habe mich über verschiedenste aktuelle Heilmethoden im Alternativbereich schlau gemacht. Was es da nicht alles seriöses und unseriöses gibt! Rituale, Reisen, Heiler, Diäten, Räucherungen, Rückführungen, Channelings, therapeutische Gespräche… und zu allem fand ich auch jede Menge Werbeanzeigen. Menschen, die Dir beibringen möchten, mit Verstorbenen zu reden, Menschen die Dir versprechen, dass Du mit Feuerwesen reden kannst, nachdem Du Dich mit gewissen Substanzen in Trance versetzt… und so weiter. Das ich empfand ich persönlich als höchst zweifelhaft, aber dann dachte ich mir: „Jeder nach seiner Facon – auch Dinge, die einem während solcher Sitzungen widerfahren, können heilen, gemessen an dem Wert, den wir ihnen beimessen. Es ist nicht umsonst so, dass für den einen das Händeauflegen das Allheilmittel ist und für den anderen eben die Homöopathie und für noch jemand anderen dann die Schulmedizin. Es gibt unzählige Heilversprechen da draußen, findest Du nicht auch? Und? Bist Du schon gesund?

 

„Alles Interesse an Krankheit und Tod ist nur ein anderer Ausdruck für das Interesse am Leben.“

– Thomas Mann
 

Du ahnst vielleicht schon, worauf ich hier hinaus will. So viel Salat, aber er macht Dich nur dann gesund, wenn Du der Überzeugung bist, dass Salat wirklich gesund ist. Trinke 5 Rote Bete Säfte am Tag und treibe 2 Stunden Sport aber gesund macht Dich das nicht, wenn Du innerlich Dein Leben verfluchst. Gesund werden soll Spaß machen: das erreichst Du nicht, indem Du Dich geißelst, Sport zu treiben und Dich jedes Mal ärgerst, weil es Dir ja eigentlich keinen Spaß macht! Die Heilung beginnt im Kopf. Deswegen wirken auch die etwas exotischeren Therapieformen bei einigen Menschen wahre Wunder, bei anderen bewirken sie nur jede Menge Ärger, dafür Geld gezahlt zu haben. Der Unterschied dieser Menschen liegt nicht etwa in ihrem Organismus, sondern in ihrem Glauben.
Es gibt auch Fälle, in denen zunächst ein körperlicher Eingriff notwendig ist, um den Kopf auf Heilung einstellen zu können, keine Frage. Manchmal ist eine Therapie oder ein Eingriff in schweren Fällen der richtige Schritt, um einer Heilung Raum zu geben. Oft sind mit Krankheitszuständen negative Gedankenmuster so eng verwachsen, dass sie ohne eine äußere Umstellung – wie z.B. einer Operation – bleiben, weil der Zustand bleibt.

 

„Ein Teil der Heilung war noch immer, geheilt werden zu wollen.“

– Lucius Annaeus Seneca
 

Viele Menschen brauchen einen körperlichen Eingriff welcher Art auch immer, um die Kraft zu finden, dem Geist den nötigen Schub zu geben, damit er sich auf Heilung einstellt. Zählst Du zu diesen Menschen, bist Du momentan besser über die körperliche Schiene im Geist erreichbar. Das ist genauso gut, wie direkt über den Geist erreichbar zu sein. Hauptsache ist, dass das, was mit Dir passiert überhaupt Deinen Geist erreicht, auf welchem Weg auch immer.
Menschen, darunter einige schwer Erkrankte, berichteten mir von der immer größeren Gewichtung ihrer geistigen Kraft, auch als nicht-spirituelle Menschen. Manchmal fährt man mit einer Krankheit so vor die Wand, dass einem nichts bleibt, außer die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.
Die Frage ist, wie Du selbst dem Ganzen gegenüber stehst. Bist Du Dir Deiner geistigen Kraft bewusst, stehst Du in engem Kontakt zu Deiner Seele und Deinem Körper, so wird es Dir bereits klar sein, dass Du nur dann gesund sein kannst und Dich vollständig fühlst, wenn Du Dich auch dazu entscheidest.
Ob Du dazu nun einen Weg wählst, auf dem Dich jemand zweites therapeutisch begleitet ist ganz egal: was hier zählt ist Dein Glauben. Du kannst Dir Hände auflegen lassen, aber eine Zwangsheilung hat es noch nicht gegeben. Wenn Du innerlich nicht glaubst, dass es Dir gestattet ist, gesund zu sein, dann wird kein Heiler der Welt Dich heilen können.

 

„Alt wollen sie werden, gesund wollen sie bleiben, aber etwas tun dafür wollen sie nicht.“

-Sebastian Kneipp
 

Wie so vieles ist es nun eine Frage der Verantwortung und der Bewusstheit, was Du tun möchtest. Bei vielen Menschen ist das Aufsuchen eines Arztes, Heilers oder Therapeuten auch eine Flucht vor Eigenverantwortung. Niemand wird Dich gesund machen, ohne dass Du das willst. Du kannst für immer krank sein, wenn Du Dich dafür entscheidest. Und das sollte Dir bewusst sein: es gibt viele Krankheitswege, die man wählen kann, aber nur einen zur Gesundheit. Und der heißt Vertrauen und Glauben an Dich und Deine Kraft. Ein riesengroßes „Ja, Danke!“ zu Deinem Leben und nichts anderes.
Du fragst Dich jetzt sicher, warum jemand krank sein wollen würde. Du kennst doch sicher die Geschichten, in denen ein Mensch kurz nach dem Tod seines Ehepartners ebenfalls stirbt? Oder seltsame Krankheiten, die sich einschleichen, weil man jahrelang mit dem falschen Partner zusammenlebt (Rücken- und Magenschmerzen sind hier besonders beliebt)? Das sieht man auch wunderbar im Tierreich. Tritt ein traumatisches Erlebnis ein, reagieren auch Tiere mit Krankheit, Depression oder sogar Tod.
Und ja, einige Menschen entwickeln mit der Zeit chronische Krankheiten, weil sie Angst haben, verlassen zu werden und allein zu sein. Alles aus dem Wunsch, jemand möge sich um sie liebevoll kümmern.

 

„Der Arzt verbindet deine Wunden. Dein innerer Arzt aber wird dich gesunden. Bitte ihn darum, sooft du kannst.“

-Paracelsus
 

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass wir an Stress erkranken und sogar sterben können. Und was erzeugt denn mehr Stress, als negative Gedanken? Wir entwickeln die schlimmsten körperlichen und psychischen Erkrankungen, die nur ein Ziel haben: dass wir unser Leben weiter verneinen, damit sie sich davon ernähren können. Sie saugen sozusagen unseren Lebenssaft. Zeit den Hahn zuzudrehen, oder? Krankheiten sind immer Prüfungen für uns und beinhalten unglaublich viele Lektionen. Entweder lernen wir, damit unsere alten Verletzungen zu heilen, weniger bedürftig zu sein und uns folglich selbst zu genügen oder wir lernen uns selbst so stark zu vertrauen, dass wir spüren und akzeptieren wo wirklich die Ursache unserer Krankheit ist. Wir lernen, welche Kraft uns letzten Endes innewohnt und wir lernen, das Leben zu schätzen.
Denn wo Schatten ist, ist auch Licht. Durch negative Erlebnisse lernen wir das, was vorher „normal“ war, als Geschenk zu schätzen.
Lernen wir es nicht, müssen wir eventuell noch einmal gegen die Wand fahren, noch einmal krank werden.
Kein Problem, das lässt sich ziemlich oft wiederholen, bis unser Körper keinen Bock mehr darauf hat. Aber muss es so weit kommen?

 

„Die Erforschung der Krankheiten hat so große Fortschritte gemacht, dass es immer schwerer wird, einen Menschen zu finden, der völlig gesund ist.“

– Aldous Huxley
 

Ich frage Dich: möchtest Du Jahre in einem „naja geht so“-Zustand verbringen oder vielleicht akzeptieren, dass Du gerade eine schwere Phase hast, sie aber mit Vertrauen in Deinen Körper und Geist trägst? Du besitzt alles in Dir, in allen Bereichen des Lebens. Du besitzt die Information, todkrank zu werden gleichermaßen, wie aus dem Vollen zu schöpfen und einfach gesund zu sein in Deinem Körper. Du kannst körperliche Einschränkungen haben, jedoch völlig gesund durchs Leben schreiten. Keine Lebenseinstellung der Welt bringt Dir ein verlorenes Bein zurück. Aber es ist nur eine Frage der Lebenseinstellung, ob Du Dein Bein wirklich zum Glück brauchst. Du kannst aufgrund dieses Verlustes ein alter, gebrechlicher Mann werden. Du kannst aber auch mit 80 Jahren noch mit Deiner Prothese Fußball spielen oder erfolgreicher Autor sein. Was auch immer Du willst, Du musst Dich nur einmal dazu entscheiden haben, Dein Leben nicht destruktiven Gedanken zu opfern. Du musst es beschützen; Du hast nur eines. Oder willst Du Dein Leben in Krankheit verbringen? Denn das, was Du wirklich willst, tritt ein.

Vertraue Dir, Du hast alle Anlagen dazu.

 
Deine Sophia